
Drei Tage auf Achse und entsprechend viel erlebt. Einen Teil lasse ich aus, vielleicht kommt dazu später Mal mehr. Etwa den wahnsinnig engagierten Fahrkarten-Kontrolleur in Reims. Engagiert im positiven Sinn. Na ja, nun also Rennes.
Das historische Zentrum der größten Stadt der Bretagne liegt am Zusammenfluss von Ile und Vilaine. Wie praktisch solche Gewässer vor der eigenen Haustür sein können, erkannten bereits die Römer. Sie ließen sich hier nieder, um ganz Gallien zu erobern. Ganz Gallien? Nun ja, ihr kennt die Geschichte: Wildschweine, Hinkelsteine und ein ganz besonderer Trank spielen dabei eine Rolle.
Wie auch immer! Heute lohnt sich unter anderem ein Bummel über den riesigen Wochenmarkt auf dem Place des Lices. Ob duftendes Brot, zuckersüße Aprikosen oder frischen Fisch – hier gibt’s alles, was das Herz begehrt. Und falls doch was fehlt, hat es mit Sicherheit eine der vielen Boutiquen in der Altstadt. Da sind dann nicht nur die Schaufenster sehenswert, sondern auch die alten Fachwerkhäuser.

Rennes besitzt mir der Kathedrale St-Pierre einen prunkvollen Kirchenbau. In dem klassizistischen Gebäude dominieren Gold und glänzendes Schwarz. Ungewöhnlich, wenn man die gotischen Riesenkirchen Nordfrankreichs gewöhnt ist. Hier wurden über Jahrhunderte hinweg die Herzöge der Bretagne gekrönt. Nur: geblieben sind sie nicht. Residierten lieber weiter südlich in Nantes. Und das gehört, zumindest heute, streng genommen gar nicht mehr zur Bretagne. Verrückte Welt.

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