Mit dem Wind in den Westen

Günter Wetzel

1979 hatte Günter Wetzel endgültig genug von der DDR. Gemeinsam mit einem Freund tüftelte der damals 24-Jährige an einem tollkühnen Fluchtplan: mit einem Ballon planten sie den Todesstreifen, die Grenze zwischen der BRD und dem Osten, zu überwinden. Tagelang nähte Wetzel Stoffbahnen zusammen.

Am 16. September 1979 war es soweit. Mit vier Kindern und ebenso vielen Erwachsenen ging der Ballon in die Luft. Als auf 2000 Metern das Gas ausging, hätte sich  dieses todesmutigen Abenteuer  in ein Drama verwandeln können. Doch die beiden befreundeten Familien hatten Glück.

Der Ballon landete auf Büschen und Bäumen und Wetzel unf seine Begleiter wurden die ersten Flüchtlinge, die die DDR auf dem Luftweg verlassen haben.  „Aus heutiger Sicht würde ich das nicht mehr tun“,  sagt Günter Wetzel, der auf keinen Fall als Held bezeichnet werden will. „Wir haben das gemacht, um frei zu sein, nicht um betühmt zu werden.“

Ich fand es spannend ihn kennenzulernen. Danke für ein tolles Gespräch

Der Landeplatz bei Naila ist heute ein wichtiger Ort der Erinnerung.
Mal kurz zum Reinhören

Avatar von irisreistaus

Hinterlasse einen Kommentar